Samstag, 20. Juni 2015

Afternoon Tea #2


Hey!

Heute haben wir ein recht unbeliebtes Thema: die Schulzeit. Immerhin bin ich jetzt seit mehr als einem Jahr aus der Schule draußen und ich dachte mir, dass es Zeit wird mal ein paar Gedanken drüber loszuwerden. But first: tea!

Heute gibt es "Persischer Bazar" von Meßmer bei mir. Wie meistens bei Früchtetees mit einem Löffel Zucker gesüßt. Ich als Zimt-Junkie kann solche Tees wirklich jederzeit trinken ^^

Als ich noch jünger war wurde mir ständig vorgesagt wie sehr ich die Schule einmal vermissen würde und ich kann euch heute sagen: das ist nicht der Fall. Absolut gar nicht. 

Naja, die Schule fing ja eigentlich ganz nett an mit der Volksschule. Meine Schule war eigentlich das reinste Chaos (mehrere Brandstiftungen, Einbrüche, Burn-Out der Lehrerin und einmal flog sogar ein Teil der Decke runter), aber grundsätzlich war sie ganz ok. Ich war halt nie wirklich ein Streber und wenn ich etwas gehasst habe dann waren es Hausaufgaben. Ich saß oft bis am Abend mit meiner Cousine am "Hausaufgaben machen" und nachher war nichts fertig. Trotzdem hatte ich eigentlich keine Probleme in der Volksschule außer dass mich eine Klassenkollegin nicht mehr leiden konnte, weil ich ihre Geburtstagsfeier verpasst hatte.

 Tada! Hier war ich so etwa 8 Jahre alt, also genau in der Volksschule.

Nachher kam ich in eine private Klosterschule. Wisst ihr, ich mochte die Schule schon vorher nicht, aber diese Schule war so für mich der absolute Horror. Zu dieser Zeit ging in meiner Familie wirklich viel den Bach runter und zusätzlich wurde ich in der Schule nicht so nett behandelt. Weder von Klassenkollegen noch von den Lehrern. Mit 12, glaube ich, begann ich regelmäßig zu einer Psychologin zu gehen wegen den ganzen Schmarrn. Im Nachhinein betrachtet habe ich eigentlich einfach eine irrsinnige Wut gegen die Lehrer, die alles wussten und einfach nichts taten.
Zu diesem Zeitpunkt sackten meine Noten ziemlich ab und ich hatte meine ersten Nachprüfungen in Mathematik & Latein. Meine damalige Mathe-Lehrerin sagte vor den Ferien zu mir, dass sie die Prüfung so auslegen würde, dass ich sie niemals schaffen würde. Ich ging damit zum Direktor, aber geglaubt hat man mir nicht. Hier ein großes Danke an Sophie. Ohne dieses Mädl hätte ich mich wohl selbst aufgegeben und ich bin wahnsinnig froh, dass wir heute auch noch befreundet sind
Damals begann ich auch Manson & HIM mit ziemlich viel Leidenschaft zu hören. Dann wurden meine Haare mal schwarz-braun und ich begann mich ziemlich gegen die Uniform zu wehren.
Nach vier Jahren im Gymnasium (ein Wiederholungsjahr), wechselte ich in die schuleigene kooperative Mittelschule. Das war wohl eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Ich kam in eine wunderbare Klasse und meine schulischen Probleme ließen nach. In dem Jahr flog ich auch zum ersten Mal nach England und färbte mir die Haare rot.

Das besagte KMS-Jahr :)

Danach hab ich mich durch eine Schule geplagt, die mir eigentlich gar nichts gebracht hat
Leider habe ich das Thema einfach verfehlt. Ich kann zwar Kochen, aber das heißt einfach nicht, dass ich das zum Beruf machen will/sollte. Zusätzlich dazu hatte ich auch hier ab und an mal Probleme mit Klassenkollegen und die Familienprobleme waren weiterhin da. Nach ewigen Hin und Her, diversen Ehrenrunden, beschloss ich den Fachschulabschluss dennoch zu machen. Ich hatte zu den Zeitpunkt einfach keine Lust mehr um ehrlich zu sein. Das letzte Jahr ließ ich sensationell schleifen, aber vor den Abschlussprüfungen habe ich mich dann doch zusammengerissen. Zwei Wochen habe ich vor den schriftlichen Prüfungen nur Rechnungswesen gelernt. Bei den mündlichen jedoch habe ich so gut wie nichts gelernt. ich ging am Abend davor noch mit Freundinnen Englisch durch, da sie mich um Hilfe baten.
Am Tag der Prüfungen habe ich spaßhalber noch gesagt "Hey, ich könnte noch einen guten Erfolg kriegen wenn ich was gelernt hätte" und lachte. Nach den Prüfungen wurden mir rein gerufen zur Bekanntgabe der Noten. So wurden die Erfolge vorgelesen und auf einmal fiel mein Name. In diesem Moment wurde mir klar, dass dies das Ende meiner Schullaufbahn war und ich war erstmal ein paar Minuten still und dann begann ich zu heulen wie ein kleines Kind. Ich war so sagenhaft froh und eine Lehrerin umarmte mich noch und meinte, dass ich das verdient hätte. Das klingt total übertrieben, ich weiß, aber ihr könnt euch nicht vorstellen was für eine Last von meinen Schultern genommen wurde. Tya, das war so ziemlich meine Schulgeschichte.

Und heute? Ich vermisse die Schule kein bisschen um ehrlich zu sein. Bis heute verstehe ich nicht warum einem gesagt wird, dass man die Schule vermissen wird, wenn diese vorbei ist. Wenn ich etwas vermisse, dann ist es Bildnerische Erziehung. Einfach zwei Stunden in der Woche, sitzen, Musik hören und malen. Das ist schon was feines ^^

Wie siehts bei euch aus? Vermisst ihr die Schulzeit? Oder seid ihr noch mittendrin? Und falls ja, was sagt ihr dazu? ^^

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